Historie

Skiklub mit Tradition

Begonnen hat alles an jenem denkwürdigen 3. November 1908, als der damalige Oberbürgermeister Jokusch gemeinsam mit 11 Herren und 18 Damen auf die Idee kam, einen Verein zur Förderung des Skisports  zu gründen. Kurz zuvor waren die ersten 40 Paar Ski aus Norwegen in der Stadt eingetroffen.

Am Nattenberg bauten 1932  Mitglieder auch die erste Schanze. Der Auslauf reichte bis ins heutige Freibad hinein und zum Schluß kam der Bach. Für  viele Springer die letzte Bremse. Zur Eröffnung kamen rund 5000 Zuschauer, um diesem Ereignis beizuwohnen.

In den 60er-Jahren baute der Skiklub auf der Nordhelle den bis vor kurzer Zeit noch vorhandenen Umlauflift. Dies war die erste Aufstiegshilfe in der Region und Anlaufpunkt für viele Skiläufer. Mitglieder kümmerten sich liebevoll um den Lift und aller dazugehörigen Aufgaben.Später wurde dieser dem Grundeigentümer verkauft, da eine Pflege und der Betrieb zu aufwändig für die Mitglieder wurde.

Anfang der 80er-Jahre rodeten dann unsere Mitglieder den von der Stadt überlassenen Hang am Nattenberg, um diesen als Skihang herzurichten.

Dort hielt der Skiklub seine Skikurse ab. Dies ist in unseren Breitengraden immer sehr schneeabhängig. 1986 konnte die Skischule über 15 Wochen tätig sein. In den letzten 10 Jahren war dafür der Schnee schneller wieder weggetaut, als der Hang präpariert werden konnte. Viele Kinder und Erwachsene  haben am Nattenberg das Skilaufen gelernt.

1998 bauten wir auf dem Hang eine neue 15m-Schanze für anfangende Kinder. Hierbei handelt es sich um eine Mattenschanze, damit ein ganzjähriger Betrieb möglich ist. Das „Baby“ von Axel Thiel wird von ihm heute noch regelmäßig gehegt und gepflegt.  Der Kids-Cup für Anfänger wird dort regelmäßig ausgetragen.

Auch von  sportlichen Highlights können wir in unserer Vereinsgeschichte berichten. Wir möchten dies in die verschiedenen Sportarten aufteilen:

Beginnen wir mit Alpin:

Im Alpinen Skilaufen machten in den 60er-Jahren Heiner und  Jörg Frey sowie Jutta Panne von sich Reden. Sie wurden am 01. 03. 69 Bezirksmeister und Westdeutsche Meister. Jörg ist heute noch sehr aktiv als alpiner Bezirkssportwart.

In den 70er- und 80er-Jahren kam dann schon der Nachwuchs. Zu den erfolgreichsten Jugendlichen gehörten in der Zeit Lars, Marc , Jörg und Susanne Frey, Carsten und Olaf Thiel, Katja Siegfriedt und Christian Henne. Der Verein stellte in den verschiedenen Altersklassen einen Großteil der westdeutschen Meister. Später übernahm dann das Siegen in der Familie Imke Frey . Ende der 90er Jahre begann die Rennzeit für Mona Mickenhagen, Ute und Imke Henning.

Mona hat dabei auch die Zeichen der Zeit erkannt und ist parallel zum Skilaufen auch in die Inliner geschlüpft.

Im nordischen Bereich wurde auch gekämpft. Dort haben wir es zwar noch nicht zu einem größeren Jugendbereich geschafft. Der einzige Jugendliche, der einmal an einer Deutschen Meisterschaft der Kombinierer teilnehmen durfte, war 1954 Jörg Fre.

Doch wir hatten immer gute „Alte Herren“. Die haben sich gegen die große Konkurrenz aus Winterberg und Rückershausen meistens durchsetzen können. Besonders in den Staffelwettbewerben war Lüdenscheid immer für einen Sieg gut. Eine verschworene Gemeinschaft hatte sich gebildet. Mit Gerd Dörnen, Gerd Gobrecht, Theo Koslar, Dieter Braselmann und Axel Thiel hatte sich eine Gruppe gefunden, die auch heute noch zusammenhält. In den siebzigern stellten sie die Westdeutsche Meister und Teilnehmer am  VASA-Lauf, heute sind es kleinere Rennen. Der Reiz von Schwedens Weite fasziniert die Gruppe immer noch. In den 90er Jahren kamen dann noch Volker Gieß und Jürgen Geßler mit mehrfachen Titeln als Westdeutsche Meister. Bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften wurden hervorragende 1., 2. sowie eine Reihe Top-Ten-Plätze erreicht.

 

Zum Nordischen gehört auch die Schanze.

Hier können wir auch wieder auf die „Kinder“ der einstigen Meister schauen.

In der Nordischen Kombination konnte sich Birger Thiel einen Namen machen.

Mit 16 ins Sportinternat nach Furtwangen und zusätzlich noch Training. Das wars. Während seiner Ausbildung wurde er durch den DSV unterstützt und in der Sportkompanie  zusammen mit Marc Noelke und Hans Georg Jäckle ausgebildet. Birger war der erste 100m-Springer im Skiklub Lüdenscheid. Es sprang zwei Jahre im C-Kader des DSV und war später im B- und A.Kader vertreten. Beteiligungen mit guten Resultaten z.B. Deutsche Meisterschaft, Junioren-Weltmeisterschaften 1989 zeichneten ihn aus.

10 Jahre später! Das nächste Kind machte sich einen Namen.

Leif Frey , Sportgymnasium Oberhof, springt Ende des 90-Jahre im B-Kader der Spezialspringer. Gute Platzierungen im Alpencup , International Cup. Bei den Flug-Weltmeisterschaften 1998 in Oberstdorf ging er als Vorspringer über den Backen und nahm am internationalen Jugendlager der Olympischen Spiele in Nagano teil.

In den 80er Jahren kamen dann die High-lights im Biathlon.

Da es für diesen neuen Sport kaum Trainer gab, absolvierte „Mama Ute“ die Ausbildung zum DSV-Fachübungswart , dann die Trainerlizens B und Sachkundeprüfung für Sportschützen. Und dann ging es für die Schüler Pieper ab. Mit Inliner und Rollerski zur Schule nach Kierspe und zurück. Diese Kraftanstrengung haben sich dann auch mit ausgezahlt.

Dorina Pieper war eines der ersten Biathlon-Mädchen überhaupt. 1987 bis 90 nahm sie an der Weltmeisterschaften in Lahti , Chamonix, Freistritz und Minsk teil. Es gab 1989 eine Bronze-Medaille in der Mannschaft.

Steigerung: Bei Junioren-WM 1989 gab es

Gold für die Staffel
Silber für die Mannschaft und Bronze im Einzel über 10 km

Ein Jahr später Gold für die Mannschaft und Bronze für die Staffel

Weltcup –Plätze unter den Top-Ten waren  immer da. Und in der Weltcup-Gesamtwertung erreichte sie in dieser Zeit hervorragende Plätze 11  bis 14.

Aber auch ihre Brüder waren sehr erfolgreich.

Oliver wurde 1983 und 84 Westdeutscher Biathlonmeister der Jugend
1986  Deutscher Junioren-Vizemeister auf 30 km Skiroller und nahm
1989 an der CISM-Welstmeisterschaft und ITAL-Militärmeisterschaft teil.

Dominic wurde 1988/89   Deutscher Juniorenmeister in der Staffel in Voss
Sieg im Europa-Cup in der Schweiz, 2. des Alpencup in Frankreich, und ein hervorragender 6.Platz bei den Juniorenweltmeisterschaft im Team.

Homert

1933 wurde unter dem Vorsitz von Fritz Käther auf der Homert die Skihütte gebaut. Einengroßen Anteil hatte „Cewes“ Carl Wilhelm Seckelmann daran. Als Technischer Kaufmann brachte er dazu das nötige Rüstzeug mit. Idee, Entwurf und Ausführung der Arbeiten waren sein ureigenes Werk. Die Arbeiten wurden von vielen Helfern  unter seiner Leitung durchgeführt. Sie sollte als Unterkunft und Schlafstätte für die Mitglieder dienen, die am Wochenende zum Skilaufen zur Homert kamen, natürlich zu Fuß, und um dann am Sonntag wieder zurück zur Stadt zur laufen.

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